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Obedience

Obedience bedeutet, aus dem englischen übersetzt, ‚Gehorsam‘. Allerdings verbirgt sich dahinter weit mehr als das korrekte Ausführen der verschiedenen Übungen, es beinhaltet die ‚Hohe Schule‘ der Unterordnung, bei der es vor allem darauf ankommt, dass der Hund freudig, überaus exakt und in einer Einheit mit seinem Hundeführer arbeitet. Obedience ist grundsätzlich für jede Hunderasse und -größe geeignet, verlangt aber von seinem Ausbilder großes Einfühlungsvermögen, Timing und Perfektion. Die einzelnen Übungen im Obedience stellen für den Hund keine natürlichen Bewegungsabläufe da, gerade deswegen besteht die große Kunst darin seinen Hund dahin zu bringen großen Enthusiasmus und Motivation auszustrahlen.

Seinen Ursprung hat Obedience  in England. Hier fand 1949 der erste ‚Only Obedience Test‘ statt. Auf dem Kontinent entwickelte sich Obedience vor allem in den skandinavischen Ländern. Als 1990 Schweden Vollmitglied der FCI wurde, wurde  das dort gültige Reglement für die höchste Obedience Klasse (FCI OB 3) von der FCI übernommen und seither laufend von der FCI geändert und weiterentwickelt. Dieses Reglement ist in der höchsten OB- Stufe für alle FCI- Länder verbindlich. Nach Deutschland kam Obedience als ‚offizielle‘ Hundesportart erst vergleichsweise spät. So startete erst Anfang 2001 ein Pilotprojekt nach niederländischem Vorbild. Ein Jahr später, am 01.04.2002 wurde die VDH- Obedience- Prüfungsordnung als eigenständige Prüfungsordnung gültig. Die wenigen Hundesportler, die sich bisher mit Obedience beschäftigt hatten arbeiteten entweder nach englischem Vorbild oder betrieben den Sport wettkampfmäßig im europäischen Ausland.

Obedience ist ein Sport für perfektionistische Spezialisten, die immer aus eigenem Ergeiz den Antrieb haben noch genauer, perfekter und präziser zu arbeiten und dabei vollkommen eins mit dem Hund zu werden und diesen glänzen zu lassen.

FCI Obedience hat sich in Deutschland zu einem Spitzensport entwickelt, der in den technischen Übungen eine sehr hohe Geschwindigkeit des Hundes bei absoluter Präzision verlangt. Sehr kontrolliertes abarbeiten der Übungen bei höchstmöglichem Tempo, das trifft es am Besten.

Im Unterschied dazu liegt im UK Obedience das Hauptaugenmerk auf der absolut perfektionistischen Fußarbeit, ein absolt millimetergenaues halten der Position zu jeder Zeit, über diese Übung werden Wettkämpfe verloren und gewonnen.

Was beide Sportarten vereint, sind der Enthusiasmus, die Leidenschaft und Hingabe von Hund und Handler an die gestellten Aufgaben – genau das zu vermitteln ist unser Ziel!

Ein Hund der erfolgreich im Obedience geführt werden soll muss über eine hohe körperliche Fitness und Gymnastizierung verfügen. Leider gilt Obedience häufig noch als Invalidensport, die einzelnen Übungen verlangen vom Hund ein hohes Maß an Körperkoordination, Kraft und Ausdauer, entsprechend sollte das Training auch mit kräftigenden, dehnenden und koordinationsfördernden Übungen ergänzt werden!

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